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REACH-Informationsanforderungen umsetzen


Dekra zeichnet WIL Langenberg aus: Erstes "REACH Compliance Siegel" verliehen
"REACH Compliance Management System" für die lückenlose Dokumentation der gesetzlich vorgeschriebenen Informationen

(24.09.09) - Dekra Industrial hat das erste "REACH Compliance Siegel" verliehen. Das Handelsunternehmen WIL Langenberg GmbH dokumentiert damit, dass es den umfangreichen Pflichten der Chemikalienverordnung nachkommt. Die EU-Verordnung REACH verlangt von Herstellern und Importeuren, dass besonders besorgniserregende Stoffe (SVHC – substances of very high concern) in den Erzeugnissen deklariert werden. Es ist deshalb wichtig zu wissen, ob und in welcher Menge ihre Erzeugnisse SVHC enthalten. Bei Verstößen drohen den Unternehmen hohe Bußgelder.

Bei der Umsetzung in die Praxis setzt WIL Langenberg GmbH auf das "REACH Compliance Management System" der Stuttgarter Prüforganisation Dekra. Berthold Stemmer, Prokurist des Werbeartikelherstellers, erläutert: "Mit Hilfe dieses Systems können wir die REACH-Informationsanforderungen effizient umsetzen." Lieferanten oder Produkte, die nicht dem System unterliegen, werden ausgelistet.

Das REACH Compliance Management System basiert auf einem Lieferantenmanagementsystem und führt gekoppelt mit der Expertise und Erfahrung von Dekra zu einer effizienten Umsetzung der Verordnung. Das System bewertet Lieferanten entsprechend den Anforderungen. Dabei werden nach einem definierten Auswahlverfahren entnommene Stichproben im Labor untersucht.

"Besonders können Zeit und Kosten dadurch gespart werden, dass die Produkte immer nur auf genau die Stoffe getestet werden, die tatsächlich enthalten sein können", verdeutlicht Stemmer. Zudem garantiert das REACH Compliance Management System eine lückenlose Dokumentation der gesetzlich vorgeschriebenen Informationen. Bei Anfragen von Kunden und Kontrollen von Behörden sowie Verbraucher- und Umweltschutzorganisationen sichert sich WIL auf diese Weise einen starken Kommunikationsvorteil. Das Siegel signalisiert dem Kunden zudem, dass er REACH-konform einkauft.

Die REACH-Verordnung stellt ein Unternehmen wie WIL vor besondere Herausforderungen. Das Handelsunternehmen verfügt über ein breites Angebot an Werbeartikeln: Importprodukte wie Uhren, Schirme, Taschen oder Schlüsselbänder. Sie können mit einer hauseigenen Siebdruckerei individuell gestaltet werden. Eine optimierte Lagerhaltung und Disposition ermöglicht es, flexibel zu handeln – auch wenn große Mengen an Produkten vom Kunden gewünscht werden. WIL-Prokurist Stemmer: "Ohne die Hilfe des REACH Systems würden wir Gefahr laufen diesen Marktvorteil zu verlieren." (Dekra: ra)

Dekra: Kontakt und Steckbrief

Der Informationsanbieter hat seinen Kontakt leider noch nicht freigeschaltet.

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Meldungen: Markt / Unternehmen

  • EU Cybersecurity Act in Kraft

    Mit dem Cybersecurity Act tritt ein EU-weites Regelwerk für Zertifizierungen der IT-Sicherheit in Kraft. Durch die Verordnung können Hersteller ihre IT-Produkte, Dienstleistungen und Prozesse freiwillig zertifizieren lassen, um deren IT-Sicherheit transparent zu machen. Bitkom begrüßt die neuen IT-Sicherheitsregeln, fordert aber gleichzeitig eine bessere Abstimmung mit den kommenden nationalen und europäischen Regulierungen. "Der Cybersecurity Act ist ein wichtiger Schritt hin zu mehr Sicherheit in der EU. Die Verordnung führt zum einen zu mehr Klarheit für Verbraucher und schafft zum anderen mehr Einheitlichkeit für europaweit tätige Unternehmen", sagt Bitkom-Hauptgeschäftsführer Dr. Bernhard Rohleder. Nach Vorgabe des Cybersecurity Act können Unternehmen das jeweils zu gewährleistende Sicherheitsniveau ihrer Produkte in den Vertrauenswürdigkeitsstufen "niedrig" "mittel" oder "hoch" zertifizieren lassen. Hersteller sollen dann über eine Art Beipackzettel Auskunft über die gewährleistete IT-Sicherheit geben.

  • Urheber müssen angemessen kompensiert werden

    Der Digitalverband Bitkom hat sich mit den Verwertungsgesellschaften auf die Höhe der urheberrechtlichen Abgaben für USB-Sticks und Speicherkarten geeinigt. Hersteller und Importeure zahlen für diese Produkte ab dem Jahr 2020 einen Betrag von 0,30 Euro. Für den Zeitraum davor beträgt der Abgabensatz für USB-Sticks und Speicherkarten mit einer Speicherkapazität bis einschließlich 8 GB nur 0,14 Euro. Bitkom-Mitglieder, die dem Gesamtvertrag bis Ende Juli 2019 beitreten, zahlen rückwirkend ab dem 1.7.2012 reduzierte Sätze. "Der jetzt beschlossene Gesamtvertrag ist ein gutes Ergebnis für alle Seiten. Die Unternehmen haben endlich Planungssicherheit", sagt Bitkom-Hauptgeschäftsführer Dr. Bernhard Rohleder. "Nicht zuletzt profitieren die Verbraucher durch niedrigere Preise." Ursprünglich hatten die Verwertungsgesellschaften eine Abgabe von bis zu 1,95 Euro je Speicherkarte und 1,56 Euro je USB-Stick gefordert.

  • Falsche und unnötige Einwilligungserklärungen

    Der Berufsverband der Datenschutzbeauftragten Deutschlands (BvD) e.V. warnt vor mehr Bürokratie für kleine und mittelständische Unternehmen, sollte die bisherige Grenze zur Benennung eines Datenschutzbeauftragten aufgeweicht werden. Die Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO), das Bundesdatenschutzgesetz (BDSG) und andere Bestimmungen seien weiterhin vollumfänglich zu erfüllen, auch ohne Datenschutzbeauftragten, sagte BvD-Vorstandsvorsitzender Thomas Spaeing am 2. Juni in Berlin. Bei einer Lockerung der Benennungspflicht würden bei kleinen und mittelständischen Betrieben die Fachleute entfernt, die helfen, das Recht risikobasiert und angemessen umzusetzen. Ohne Datenschutzbeauftragte seien falsche und unnötige Einwilligungserklärungen, unsinnige Unterschriften zu allen möglichen Zwecken, untaugliche Verträge und überbordende Dokumentationen zu erwarten. "All das gab es seit dem Start der DSGVO am 25. Mai 2018 schon zuhauf", sagte Spaeing. Der vermeintliche Bürokratieabbau führe in Wahrheit zu einem schlechteren Datenschutz und mehr Bürokratie für Mitarbeiter, Geschäftspartner und Verbraucher.

  • Fachwissen für DSGVO-Umsetzung nötig

    Der Berufsverband der Datenschutzbeauftragten in Deutschland (BvD) e.V. ist Initiator eines europäischen Dachverbands der Datenschutzbeauftragten, der sich am 7. Juni 2019 in Berlin gegründet hat. Gründungsmitglieder der European Federation of Data Protection Officers (EFDPO) sind neben dem BvD nationale Verbände für Datenschutzbeauftragte aus Österreich, Frankreich, Portugal, Tschechien, der Slowakei, Griechenland und Liechtenstein. Hauptziel der Gründung ist es, die Datenschutzbeauftragten der EU-Mitgliedsstaaten miteinander zu vernetzen, gemeinsame Standards zu entwickeln und die Interessen der in Brüssel zu vertreten. Dabei soll Datenschutz als Wettbewerbs- und Standortvorteil für Europa gestärkt werden. Arbeitssitz des neuen Verbandes ist Brüssel.

  • Geplante Änderungen aus dem HGB nicht ableitbar

    Die Deutsche Kreditwirtschaft (DK) übt in einer aktuellen Stellungnahme deutliche Kritik an dem im Dezember 2018 vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) veröffentlichten Entwurf zur Ermittlung von Pauschalwertberichtigungen im HGB ("IDW ERS BFA 7"). Pauschalwertberichtigungen sind von Kreditinstituten zu bilden, um das latente Kreditrisiko von Forderungen abzudecken. Im Kern verlangt das IDW nun, dass zukünftig die Berücksichtigung der noch nicht konkreten Kreditausfälle im HGB auf Basis von erwarteten Verlusten über die gesamte Kreditlaufzeit erfolgen soll. Die deutschen Banken und Sparkassen kritisieren, dass die geplante Methodik aus den handelsrechtlichen Vorschriften nicht ableitbar sei. Insbesondere vor dem Hintergrund, dass sich die gesetzlichen Grundlagen des HGB nicht geändert haben. "Das IDW tritt de facto als Regelsetzer auf, ohne jedoch ein entsprechendes Mandat hierfür zu haben", sagte Christian Ossig, Hauptgeschäftsführer des Bankenverbandes, der als diesjähriger Federführer für die DK spricht.