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Wirtschaft kontra Produktpiraterie


Arbeitsgemeinschaft "Protect-Ing" widmet sich technischen Schutzmaßnahmen zum Produkt- und Know-how-Schutz
Maßnahmen zum Kampf gegen Produktpiraterie aufzeigen


(17.01.12) - Rund 30 Unternehmen unterschiedlicher Branchen kümmern sich seit der Gründung im Jahr 2010 gemeinsam in der Arbeitsgemeinschaft "Protect-Ing" um die Entwicklung von Maßnahmen zur wirkungsvollen Abwehr von Produktpiraterie und Know-how-Diebstahl. Protect-Ing gehört zum Verband Deutscher Maschinen und Anlagenbau e.V. (VDMA) und verfolgt das Ziel, betroffene Branchen aufzuklären und Maßnahmen zum Kampf gegen Produktpiraterie aufzuzeigen, wobei die Lösungen stets die komplette Wertschöpfungskette der gefährdeten und plagiierten Produkte und Prozesse berücksichtigen.

Die beteiligten Unternehmen bringen ihr Know-how in den sechs Schwerpunkten ein: Produktkennzeichnungen und schutz; Detektion und Authentifizierung geschützter Produkte; Tracking- und Tracing-Systeme zur Produktverfolgung; Embedded Security in industriellen Produkten und Systemen; technischer Schutz vor unerwünschtem Know-how-Transfer und Engineering und Beratung zum Produkt- und Know-how-Schutz.

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Als eines der Gründungsmitglieder von Protect Ing entwickelt das Karlsruher Unternehmen Wibu-Systems AG technische Maßnahmen zum Schutz und zur Lizenzierung von Software aller Art: Desktop-Software, Server-Software, Software in der Cloud oder Embedded- und Steuerungssoftware für die Industrie. Mit der Lösung "CodeMeter" können Maschinen- und Anlagenbau-Unternehmen Reverse Engineering erschweren, das heißt das Verstehen und Übernehmen ausgeklügelter Verfahren, um den Nachbau kompletter Maschinen zu verhindern. So können Hersteller ihren Wettbewerbsvorteil länger halten. Darüber hinaus stellt der Integritätsschutz der Software sicher, dass diese nicht manipuliert werden kann und ihre Aufgaben wie vorgesehen erledigt. Gleichfalls sind digitale Informationen wie Maschinentagebücher, Serviceunterlagen, Schulungsvideos oder
Produktionsdaten im Blick der Fälscher. CodeMeter schützt auch dieses Know-how.

Oliver Winzenried, Vorstand und Gründer der Wibu-Systems AG und Vorstand der Arbeitsgemeinschaft Protect-Ing, erklärt: "Etwa 40.000 Arbeitsplätze könnten alleine im deutschen Maschinen- und Anlagenbau geschaffen werden, wenn Produktpiraterie gestoppt würde. Um den Fälschern immer einen Schritt voraus zu sein, müssen wir Schutzmaßnahmen stets weiterentwickeln. Ich bin in beiden Vorständen aktiv, um Anforderungen besser verstehen und umsetzen zu können. Meine Entwickler arbeiten an praxistauglichen Konzepten gegen Produktpiraterie und Know-how-Diebstahl. Gemeinsam können wir mit der Arbeitsgruppe Protect-Ing effektiv gegen Produktpiraterie kämpfen." (Wibu-Systems: ra)

Wibu-Systems: Kontakt und Steckbrief

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Meldungen: Markt / Unternehmen

  • Verträge müssen transparent gemacht werden

    Erkenntnisse des Recherchenetzwerks von NDR, WDR und "Süddeutscher Zeitung" belegen erneut Fälle von Abrechnungsbetrug von Ärzten, die die strukturellen Interessenkonflikte im Gesundheitswesen klar zu Tage treten lassen. Einkaufsrechnungen von Radiologen und Angebote von Pharmafirmen, die den Journalisten vorliegen, zeigen Betrugsfälle insbesondere bei Röntgen-Kontrastmitteln, die zu niedrigen Preisen erworben und teuer abgerechnet wurden. Alleine dadurch versickern mehr als 100 Millionen Euro im Gesundheitswesen Jahr für Jahr. Die Komplexität und Unübersichtlichkeit des Vertragswirrwarrs zwischen 109 gesetzlichen Kassen und Tausenden von Kliniken und Praxen kosten viel Geld und sind der Nährboden für Korruption und krumme Geschäfte - zulasten von Versicherten und Patienten. Gemeinsam könnten die Kassen schädliche Praktiken in Praxen und Kliniken leichter erkennen, abstellen und ggf. der Strafverfolgung zuführen.

  • Sicherheit der Daten und des Stromnetzes

    In den kommenden Monaten wird der Einbau von intelligenten Stromzählern in Deutschland endlich in großem Umfang starten. Doch nach Ansicht des Digitalverbands Bitkom droht eine Überregulierung den Erfolg der sogenannten Smart Meter zu gefährden, die eine zentrale Rolle für das Gelingen der Energiewende spielen. "Wir brauchen verbindliche Standards und eine maximale Sicherheit, aber gleichzeitig müssen wir jetzt rasch die volle Funktionsvielfalt der Smart Meter ermöglichen", sagt Bitkom-Energieexperte Robert Spanheimer. "Wir dürfen nicht versuchen, die technischen Spezifikationen bis ins kleinste Detail des Datenaustausches vorzuschreiben. Dadurch verlieren wir viel zu viel Zeit und die notwendige Flexibilität für innovative Anwendungen."

  • Unternehmen brauchen keine Verfassungslyrik

    Wichtiger als langwierige Grundgesetzänderungen sind schnelle und verlässliche Schritte im Klimaschutz, an denen sich die Wirtschaft neu und nachhaltig ausrichten kann, so Dr. Katharina Reuter, Geschäftsführerin von UnternehmensGrün. Angesichts der neuen Debatte um "Klimaschutz als Staatsziel" warnt der Verband der grünen Wirtschaft davor, das Grundgesetz als Feigenblatt zu missbrauchen. "Die Unternehmen brauchen keine Verfassungslyrik, sondern konkrete Taten", so Reuter. Damit umweltfreundliche Produkte und Dienstleistungen sich durchsetzen, müssten umweltschädliche Produkte vor allem teurer werden. "Das gilt für Energie genauso wie für Lebensmittel und andere Güter."

  • Bundestag muss Interessenkonflikte sichtbar machen

    Die Antikorruptionsorganisation Transparency Deutschland fordert den Deutschen Bundestag auf, die Empfehlungen des Europarats für bessere Regeln für Lobbyismus endlich umzusetzen. Die Staatengruppe des Europarats gegen Korruption (GRECO) kritisiert den Stand der Umsetzung in ihrem 2. Umsetzungsbericht zu ihren Empfehlungen zur Korruptionsprävention in Bezug auf Abgeordnete, Richter und Staatsanwälte aus dem Jahr 2014 als "allgemein unbefriedigend". Nur drei der acht Empfehlungen wurden bislang umgesetzt. Von den fünf nicht oder nur teilweise umgesetzten Empfehlungen betreffen vier den Deutschen Bundestag. Kritisiert werden insbesondere unklare Regeln für Lobbyismus, ungenügende Offenlegungspflichten bei Interessenkonflikten und die mangelhafte Durchsetzung der bestehenden Anzeigepflichten und Regeln. Die GRECO empfiehlt zudem eine unabhängige Kommission für eine effektive Kontrolle.

  • DIIR-Kongress 2019 in Dresden

    In diesem Jahr findet mit dem DIIR-Kongress wieder das größte Treffen der Internen Revisoren im deutschsprachigen Raum statt. Vom 21. bis 22. November 2019 findet diese wichtige Veranstaltung des Berufsstandes im Internationalen Congress Center in Dresden statt. Es wartet ein ganz besonders umfangreiches und hochkarätiges Programm mit drei Plenarsitzungen, 57 Fachsitzungen, 15 Erfa-Börsen sowie einer begleitenden Messe bzw. Infobörse auf die etwa 800 Teilnehmer.