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Prävention von Wirtschaftskriminalität


Spezialkanzlei für Ombudsmann-Services - Kooperation mit "Whistleblowing"-Experten
Nachholbedarf bei der Prävention von Wirtschaftskriminalität vor allem im Mittelstand und bei öffentlichen Unternehmen


Dr. Oliver Pragal:
Dr. Oliver Pragal: Auch Mittelständler von Korruptionsgefahren bedroht, Bild: Pragal

(15.01.07) - Der auf Wirtschaftsstrafrecht spezialisierte Hamburger Rechtsanwalt Dr. Oliver Pragal hat eine auf Ombudsmann-Services spezialisierte Kanzlei gegründet. Der Strafrechtler sieht Nachholbedarf bei der Prävention vor allem im Mittelstand und bei öffentlichen Unternehmen. Pragal verweist auf die letzte, für den Mittelstand repräsentative Studie der Euler Hermes Kreditversicherungs AG, der zufolge für 86 Prozent der Unternehmen wirtschaftskriminelle Handlungen ein ernsthaftes Problem seien. Eigene Mitarbeiter seien an 75 Prozent aller Fälle beteiligt. Pragal schätzt, dass wegen unzureichender Präventionsmaßnahmen mindestens 95 Prozent der Straftaten in diesem Bereich nie entdeckt würden. "Mit unserem Angebot stoßen wir in ganz Norddeutschland in eine echte Nische", sagt Pragal.

Besonders mittelgroße Unternehmen unterschätzen die Gefahren von Korruption und anderen Formen von Wirtschaftskriminalität. "Dass die jüngsten Korruptionsskandale überwiegend Großkonzerne betrafen, liegt nicht daran, dass Mittelständler weniger anfällig sind, sondern dass bei Mittelständlern die Entdeckungswahrscheinlichkeit mangels effizienter Kontrollsysteme viel geringer ist", meint Pragal.

Gerade die mittelgroßen Unternehmen wähnten sich in trügerischer Sicherheit. Diese hätten im Vergleich zu Großkonzernen besonders großen Nachholbedarf bei der systematischen Prävention von Wirtschaftskriminalität. Außerhalb der Privatwirtschaft sieht Pragal bei Behörden, Ministerien, Stadtwerken, Verkehrsbetrieben und öffentlichen Rundfunksendern erheblichen Nachholbedarf. Die Stadtwerke Bonn und der WDR seien hier beispielsweise Vorreiter.

Der mutmaßliche Skandal bei Unicef zeige zudem, dass sogar der "Dritte Sektor" nicht immun gegenüber Wirtschaftskriminalität sei.

Mit einem externen Ombudsmann lässt sich als diskrete und unabhängige Kontaktstelle für Hinweisgeber ein spürbarer Präventionseffekt erzielen. Fast alle Unternehmensskandale der letzten Jahre sind durch Insider aufgedeckt worden. Zugleich hätten jedoch nur eine Handvoll Unternehmen, zumeist größere Konzerne, Ombudsleute beauftragt. "Dieses Potential gilt es gezielter zu nutzen, denn hier wird bares Geld verschenkt", so Pragal.

Prävention ist nicht nur lästige Pflichtaufgabe, sondern Chance zur Steigerung von wahrgenommen werden, sondern steigere bereits mittelfristig die Effizienz und den Ertrag des Unternehmensertrag. Schließlich könnten nur bei Entdeckung Schadensersatzansprüche durchgesetzt werden, so der Hamburger Anwalt, der zusammen mit dem auf Whistleblowing spezialisierten Rechtsanwalt Björn Rohde-Liebenau ab sofort Unternehmen bundesweit als Ombudsmann zur Verfügung steht.. Ein nicht zu unterschätzendes Risiko sei zudem auch die persönliche, zivil- und strafrechtliche Haftung der Unternehmensführung bei unzureichenden internen Kontrollsystemen.

Um eine uneingeschränkte Erreichbarkeit gewährleisten zu können, kooperiert Pragal eng mit dem auf interne Risikokommunikation und Whistleblowing spezialisierten Rechtsanwalt und Mediator Björn Rohde-Liebenau (Gründer von RCC Risk Communication Concepts). "Wir stehen ab sofort Unternehmen bundesweit als Ombudsleute zur Verfügung", so Björn Rohde-Liebenau. (Kanzlei Dr. Oliver Pragal: RCC: ra)

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