- Anzeigen -

Sie sind hier: Home » Markt » Hintergrund

V Pay - die SEPA-Debitkarte


Diskussion über Debitkarten, neue Zahlverfahren, Sicherheit, die Single Euro Payments Area (SEPA) und damit einhergehende Anforderungen
V Pay – eine sichere Alternative im Konzert der Debitkarten: 7. easycash SEPA Round Table: VISA Deutschland als Gesprächspartner im "easycash SEPA Round Table"


(23.12.08) - Zahlreiche Experten aus Handel und Bankgewerbe folgten der Einladung des Payment-Dienstleisters easycash zum mittlerweile 7. SEPA Round Table Anfang Dezember in Düsseldorf. Als Referenten konnte das Ratinger Zahlungsverkehrsunternehmen Ottmar Bloching, General Manager von Visa Europe in Deutschland, gewinnen. Er sprach zum Thema "V Pay – die SEPA Debitkarte".

Die anschließende rege Diskussion über Debitkarten, neue Zahlverfahren, Sicherheit, die Single Euro Payments Area (SEPA) und damit einhergehende Anforderungen wurde auch während des gemeinsamen Abendessens im Restaurant Victorian fortgeführt.

"Trotz Finanzkrise und Wirtschaftsproblematik: Das Thema Debit", stimmte Moderator Marcus W. Mosen, Geschäftsführer der easycash Holding GmbH, die Zuhörer auf den Vortrag ein "ist in aller Munde. Nicht zuletzt auch, da die Europäische Zentralbank die Banken gleichermaßen auffordert, neue Debit-Schemes in den Markt zu bringen ."

"SEPA und die damit einhergehenden Veränderungen", schilderte Referent Ottmar Bloching, "sind vergleichbar mit der E-Commerce-Blase aus den Jahren 2000 bis 2002. Damals hatte man angenommen, diese sei geplatzt, jedoch wurde E-Commerce nach seinem angeblichen Ableben immer wichtiger. So wird es auch bei SEPA sein: Die massiven Auswirkungen werden erst nach und nach zum Tragen kommen."

In seinem Vortrag mit dem Thema "V Pay – die SEPA Debitkarte" stellte Bloching weiterhin nicht nur die V Pay-Karte selbst vor, sondern erklärte auch, dass die auf Chip- und PIN-basierende EMV-Technologie für die Akzeptanz erforderlich sei; das Fehlen dieser Technologie in vielen Terminals verzögere den Erfolg des Produktes in Deutschland. Im europäischen Ausland wird V Pay bereits von Banken emittiert.

"Hauptargument für die V Pay-Karte als europäische Debitlösung", so resümierte er auf Nachfrage aus dem Auditorium, "ist ihre hohe Sicherheit. Betrug am Geldautomaten wird praktisch ausgeschlossen, da die Verwendung von Kartendubletten nicht länger möglich ist. Zwar werden Kriminelle Mittel und Wege finden, weiterhin Gelder zu erbeuten, aber als EMV-basierte und rein europäische Karte senkt die V Pay-Karte das Betrugsrisiko nachhaltig." Abschließend forderte der Zahlungsexperte: "Kartenzahlung muss allen Beteiligten Spaß machen: Kunden, Händlern und Banken."

In verschiedenen Führungspositionen beim Deutschen Sparkassen- und Giroverband, der Commerzbank und der Citibank und als Mitglied des European Payment Council (EPC) hat Bloching SEPA und die Entwicklung entsprechender Zahlverfahren aktiv begleitet.

Skepsis gegenüber der neuen Karte und den SEPA-Entwicklungen äußerte der Leiter Finanzen der Rewe Group, Peter Radtke, stellvertretend für den anwesenden Handel: "V Pay und Kreditkarten spielen für uns eine untergeordnete Rolle. Es ist bedenklich, dass funktionierende Systeme wie der bargeldlose Zahlungsverkehr hierzulande der Harmonisierungswut der EU geopfert werden."

Der easycash SEPA Round Table
Die Veranstaltungsreihe ‚easycash SEPA Round Table’ wurde im Jahr 2006 von der Geschäftsführung der easycash Holding GmbH initiiert. Sie versteht sich als regelmäßige Diskussionsplattform für Handel, Banken und Zahlungsverkehrsindustrie und begleitet die Entwicklungen hin zur Single Euro Payments Area (SEPA) aktiv.
Der nächste "SEPA Round Table" soll am 17. Februar 2008 in München stattfinden.
(easycash: ra)

Lesen Sie auch:
DSGV sieht SEPA-Lastschrift gefährdet
Akzeptanz der SEPA-Überweisung verdoppelt
SEPA-Compliance und SEPA-Müdigkeit
SEPA-Compliance im europäischen Zahlungsverkehr
SEPA und Gläubiger-Identifikationsnummer
SEPA - Europaweit einheitlich bezahlen
Wenig SEPA-Kenntnisse in Unternehmen
Was bedeutet SEPA für Unternehmen?
SEPA-Gesetzesinitiative im Januar 2008
Was will SEPA?
MiFID II-Repetitorium: Fit für MiFID und SEPA

Weitere Informationen:
Was ist SEPA

- Anzeigen -




Kostenloser Compliance-Newsletter
Ihr Compliance-Magazin.de-Newsletter hier >>>>>>


Meldungen: Markt / Hintergrund

  • Chancen und Herausforderungen für RegTechs

    Um eine Finanzmarktkrise wie 2008 künftig zu verhindern, werden Banken heute immer stärker reguliert. Zur Bewältigung der damit verbundenen großen Herausforderungen bietet sich den Kreditinstituten nun die Hilfe von sogenannten RegTechs an. Diese Newcomer der Finanzbranche nutzen innovative Technologien und verbinden diese mit ihrer regulatorischen Expertise. "Dabei arbeiten sie mit großer Effizienz", sagt Stefan Steinhoff, Partner für Risk & Regulatory der TME AG, einer Frankfurter Unternehmensberatung für Financial Services.

  • Frauenquote in IT-Abteilungen

    Frauen erobern die Hochschulen und arbeiten bereits in vielen Berufen Seite an Seite mit ihren männlichen Kollegen - in der IT hingegen gelten sie auch heute noch als Exoten. Gerade einmal 15 Prozent der Mitarbeiter in deutschen IT-Abteilungen sind weiblich. Dabei sucht die Branche unentwegt nach neuen Kräften. Trotz steigender Stellenanzahl bleibt der Ansturm neuer Fachkräfte auf den Markt jedoch aus. "Die Digitalisierung hält Einzug in alle Lebens- sowie Arbeitsbereiche und die IT wird abteilungsübergreifend immer gefragter. Entgegen diesen hervorragenden Zukunftsaussichten kämpft die IT häufig noch mit ihrem Image und verliert dadurch wertvolle Kräfte", warnt Dr. Consuela Utsch, Geschäftsführerin der Acuroc GmbH und Expertin für Human Resource Management. Dabei profitieren Unternehmen von einer höheren Frauenquote in IT-Abteilungen - denn mit jeder Person im Team steigt die Anzahl der verschiedenen Blickwinkel bei der Erstellung von Lösungsstrategien.

  • Verbraucherrechte bei Smart Home sichern

    Der vzbv fordert, dass Verbraucherrechte bei Smart-Home-Produkten sichergestellt werden. Ob Kühlschrank, Beleuchtung oder Staubsauger - immer mehr Haushalts- und Elektrogeräte können per Smartphone gesteuert werden und sich untereinander vernetzen. Auf der Internationalen Funkausstellung (IFA) in Berlin werden solche Smart-Home-Geräte aktuell präsentiert. In einem Hintergrundpapier identifiziert der Verbraucherzentrale Bundesverband (vzbv) Handlungsbedarf im Bereich Haftung, bei der Kombinierbarkeit der technischen Systeme sowie bei IT-Sicherheit und Datenschutz.

  • Barzahlung mit Ausweis

    Für Goldhändler in ganz Deutschland war Montag, der 26. Juni 2017 ein wichtiger Stichtag. Hier trat das neue Geldwäschegesetz in Kraft: Der anonyme Kauf von Edelmetallen ist dann nur noch bis zu einem Wert von 10.000 Euro möglich, statt wie bisher 15.000 Euro. Berücksichtigt man den aktuellen Goldpreis, entspricht dies in etwa einem 250g Goldbarren. Bereits bei Käufen ab 10.000 Euro gelten dann erweiterte Auskunfts- und Dokumentationspflichten. So muss dann zum Beispiel die Rechnung auf Namen und Anschrift des Käufers ausgestellt werden.

  • Strafverfolgung im 21. Jahrhundert

    Der Bundesrat hat das Gesetz zur effektiveren und praxistauglicheren Ausgestaltung des Strafverfahrens beraten und beschlossen. Bayerns Justizminister Prof. Dr. Winfried Bausback am Rande des Bundesrates: "Jetzt haben wir ein Gesetz, das seinen Namen verdient. Denn anders als vom Bundesjustizminister ursprünglich vorgesehen, wird es im Ergebnis tatsächlich zu einer deutlich effektiveren Strafverfolgung führen. Das haben wir auch unserer konsequenten bayerischen Rechtspolitik zu verdanken. Mit Fug und Recht können wir hier und heute sagen: Was lange währt, wird endlich gut." Bayern habe sich mit vielen zentralen - teils seit Jahren erhobenen - Forderungen durchgesetzt. So seien nun künftig bei schweren Straftaten endlich auch die Überwachung verschlüsselter Kommunikation wie etwa über WhatsApp oder Skype und die sogenannte Online-Durchsuchung möglich. Bausback: "Damit Strafverfolgung im 21. Jahrhundert funktioniert, benötigen wir moderne Ermittlungsinstrumente. Hier müssen unsere Strafverfolger technisch Schritt halten - und das wird ihnen nun endlich in diesem wichtigen Bereich ermöglicht."