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eco kritisiert Datenschützer Dr. Thilo Weichert


Verband der deutschen Internetwirtschaft mahnt den obersten Datenschützer Schleswig-Holsteins, die Vernunft walten zu lassen
Oliver Süme: "Dr. Weicherts Kampf gegen Unternehmen und die Bevormundung von Internetnutzern ist sinnlos und gefährlich"


(18.10.11) - Schleswig-Holsteins oberster Datenschützer Dr. Thilo Weichert führt einen "einsamen Kampf" gegen Unternehmen und Facebook-Nutzer in seinem Bundesland, sagt eco - Verband der deutschen Internetwirtschaft. Sein Unabhängiges Landeszentrum für Datenschutz drohe Unternehmen Bußgelder an und mahne öffentliche Stellen ab, die Facebook-Fanpages betreiben oder den populären "Gefällt mir"-Button verwenden.

Mit seiner Initiative stoße er sogar in der Staatskanzlei auf Unverständnis. eco distanziert sich von Weicherts Drohungen gegen Unternehmen: Sein Vorgehen gegen ein alltägliches Kommunikationsmittel sei aus Sicht des Verbandes völlig kontraproduktiv.

"Dr. Weicherts Kampf gegen Unternehmen und die Bevormundung von Internetnutzern ist sinnlos und gefährlich. Nach außen entsteht der Eindruck, dass Datenschützer die Kommunikation ins 20. Jahrhundert zurückführen wollen", ärgert sich Oliver Süme, bei eco Vorstand für Recht, Regulierung und Politik. "Wir wollen alle einen hochwertigen Datenschutz, und die deutsche Internetwirtschaft arbeitet hier im internationalen Vergleich vorbildlich. Mit seinem Alleingang schadet Dr. Weichert diesem Anliegen massiv und erweckt einen völlig falschen Eindruck."

Nach Ansicht von eco bestehe die Aufgabe der Datenschützer darin, einen konstruktiven Dialog zu fördern und Unternehmen zu einem transparenten und verlässlichen Umgang mit Daten zu bewegen – nicht darin, eine Branche abzustrafen, für die Datenschutz ein hohes Gut und Voraussetzung für erfolgreiche wirtschaftliche Tätigkeit ist. (eco: ra)

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