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Korruption bei Geschäftsabschlüssen vermeiden


Ethisphere Magazine: Veröffentlichung des ersten jährlichen Antikorruptionsquotienten im dritten Quartal
Welche Unternehmen kämpfen an vorderster Front gegen Korruption bei ihren eigenen Geschäftspraktiken


(06.03.08) - Das Ethisphere Institute, eine Ideenschmiede, die sich ganz der Erforschung und Förderung nützlicher und optimaler Praktiken für angemessene Unternehmensführung, Geschäftsethik, Compliance und Unternehmensverantwortung widmet, gab bekannt, dass es seine ersten jährlichen Antikorruptionsquotienten für weltweite Unternehmen in der 3. Quartalsausgabe des Ethisphere Magazine veröffentlichen wird. Das Ethisphere Magazine erscheint vierteljährlich und stellt die größte, in gedruckter Form erscheinende Publikation zu Compliance, Ethik und zur sozialen Verantwortung von Unternehmen dar.

Im Rahmen dieser Auflistung werden die 500 größten US-amerikanischen und europäischen Exportunternehmen und deren Bemühungen um die Verhinderung von Korruption bei Geschäftsabschlüssen bewertet und eingestuft.

Bestechungs- und Korruptionspraktiken sind in den letzten Jahren weltweit stärker ins Blickfeld geraten. Die Zahl der staatlichen Ermittlungen gegen zuwiderhandelnde Unternehmen hat sich im letzten Jahr verdoppelt, wobei nahezu 50 derartige Ermittlungen allein in den USA anhängig sind.

"Weltweite Korruption ist ein ernstes Problem, das sowohl die wirtschaftliche Entwicklung als auch die demokratischen Rechte Einzelner beeinträchtigt", sagte Alex Brigham, verantwortlicher Direktor des Ethisphere Institute. "Indem wir beleuchten, welche Unternehmen an vorderster Front gegen Korruption bei ihren eigenen Geschäftspraktiken kämpfen, können wir diese häufig wenig bekannten, aber sinnvollen Maßnahmen der Unternehmen in den Mittelpunkt stellen, sodass auch andere daraus lernen können."

Das Ethisphere Institute wird weltweit Unternehmen auszeichnen, die geeignete Maßnahmen ergriffen haben, um derartige Verstöße zu verhindern. Berücksichtigt werden börsennotierte oder private Unternehmen, die mit Lateinamerika, Afrika, Asien oder Osteuropa Export- oder andere Geschäfte im Wert von über 100 Mio. Dollar abwickeln.

Das Institut wird die größeren Export- und multinationalen Unternehmen in Bezug auf ihre Konformität mit den wichtigsten Richtlinien der Antikorruptionsgesetzgebung und ihre optimalen Praktiken zur Verhinderung von Korruption bei Geschäften mit dem Ausland bewerten und entsprechend Punkte vergeben. Bei der Bewertungsmethode und Vergebung der Punkte wird das Institut von einem internationalen Expertenausschuss aus dem Bereich der Korruptionsbekämpfung beraten, der u.a. Fachleute aus dem akademischen, staatlichen und juristischen Bereich und von internationalen Korruptionsbekämpfungsgruppen umfasst.

"Wir sind ganz begeistert, über ein so angesehenes Expertenkomitee verfügen zu können, das eine entsprechende Methodik ausarbeiten wird, um feststellen zu können, was als wirkungsvolle Antibestechungsmaßnahme bei internationalen Geschäftsverhandlungen gelten kann", sagte Brigham. "Die selbstlose Teilnahme von Spitzenjuristen und hochangesehener, führender Antikorruptions-Fachleute von Organisationen wie Transparency International, TRACE und der Weltbank, verleiht dem Projekt eine enorme, internationale Fachkompetenz."

Die einzelnen Informationen werden weder veröffentlicht noch dem Beratungskomitee zur Verfügung gestellt und in der Zeitschrift wird nur eine kumulative Punktzahl veröffentlicht. Unternehmen, die daran interessiert sind, ihr Programm für den Antikorruptionsquotienten in Erwägung ziehen zu lassen, können die Website unter http://ethisphere.com/anticorruption/ besuchen.
(Ethisphere Institute: ra)

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Meldungen: Markt-Nachrichten

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    Seit drei Jahren ermittelt das Bundeskriminalamt im Auftrag der Staatsanwaltschaft München I wegen des Verdachts der Geldwäsche gegen insgesamt drei Beschuldigte. Ab 18.02.2019 erfolgte die gleichzeitige Beschlagnahme von vier Immobilien in Schwalbach am Taunus, Nürnberg, Regensburg und Mühldorf am Inn im Gesamtwert von rund 40 Millionen Euro. Daneben wurde ein Konto bei einer Bank in Lettland mit einem erwarteten Guthaben in Höhe von ca. 1,2 Millionen Euro beschlagnahmt, welches aus der Veräußerung einer weiteren Immobilie in Chemnitz herrührt. Zusätzlich wurde die vorläufige Sicherung von Kontoguthaben bei diversen Banken in Deutschland auf der Grundlage von Vermögensarresten in Höhe von ca. 6,7 Millionen Euro bei zwei beteiligten Immobiliengesellschaften in Deutschland veranlasst.

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    Das Bundeskriminalamt (BKA) hat 2017 einen Rückgang der Korruptionsstraftaten registriert. Wie aus dem veröffentlichten Bundeslagebild Korruption hervorgeht, nahm die Zahl dieser Straftaten im Vergleich zum Vorjahr um 25 Prozent auf 4.894 ab. Damit wurde 2017 die niedrigste Anzahl von Korruptionsstraftaten seit fünf Jahren gemeldet. Das BKA führt diese Entwicklung unter anderem auf etablierte Compliance-Strukturen in Unternehmen und Behörden sowie auf die damit verbundene Sensibilisierung der Mitarbeiter zurück. Einen Grund zur Entwarnung liefern die Zahlen indes nicht: Nur ein Teil aller begangenen Korruptionsstraftaten wird polizeilich bekannt. Das Dunkelfeld wird weiterhin als sehr groß eingeschätzt.

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    "Die Organisierte Kriminalität hat viele Gesichter und Betätigungsfelder. Damit ist und bleibt das Bedrohungs- und Schadenspotential, das von Organisierter Kriminalität ausgeht, unverändert hoch", so BKA-Präsident Holger Münch bei der heutigen Pressekonferenz im BKA-Wiesbaden zur Vorstellung des Lagebildes Organisierte Kriminalität 2017. Die Gesamtzahl der Ermittlungsverfahren gegen Gruppierungen der Organisierten Kriminalität liegt auf unverändert hohem Niveau: 2017 wurden 572 OK-Verfahren registriert (2016: 563). Rund 1/3 der OK-Gruppierungen ist im Bereich der Rauschgiftkriminalität (36,2 Prozent) aktiv. Damit ist und bleibt Drogenhandel das Hauptbetätigungsfeld von OK-Gruppierungen, gefolgt von Eigentumskriminalität (16,4 Prozent). An dritter Stelle findet sich Wirtschaftskriminalität (11,0 Prozent). Der polizeilich erfasste Schaden lag 2017 bei rund 210 Millionen Euro (2016: rund 1 Mrd. Euro).

  • Finanzermittlungen der Ermittlungsbehörden

    Der FIU-Jahresbericht für das Jahr 2016 verzeichnet mit rund 40 Prozent die höchste Steigerungsrate an Geldwäscheverdachtsmeldungen innerhalb der letzten 15 Jahre. Insgesamt 40.690 (2015: 29.108) Verdachtsmeldungen nach dem Geldwäschegesetz wurden an die FIU übermittelt, der Großteil davon von den Kreditinstituten. Mit 38 Prozent (2015: 32 Prozent) sind die meisten Bezüge zum Deliktsbereich Betrug festgestellt worden. Darunter fallen zum Beispiel auch der Warenbetrug über das Internet und der CEO-Fraud. Durch die Erkenntnisse, die direkt aus den Verdachtsmeldungen gewonnen werden konnten und den anschließenden verfahrensunabhängigen Finanzermittlungen stellten die Ermittlungsbehörden insgesamt Vermögenswerte von rund 69, 8 Millionen Euro sicher. Das sind 10 Prozent mehr als im Vorjahr.

  • Bezahlen im Online Handel

    Die Wettbewerbszentrale hat in 10 Fällen bei großen Onlinehändlern Verstöße gegen die SEPA-Verordnung beanstandet. Die betreffenden Anbieter hatten Verbrauchern u. a. eine Bezahlung per Lastschrift angeboten, allerdings gleichzeitig den Lastschrifteinzug von Konten im EU-Ausland ausgeschlossen oder eingeschränkt. Erste Beschwerden bereits Ende 2016: Bereits im Dezember 2016 hatte die Wettbewerbszentrale Beschwerden darüber erhalten, dass eine private Krankenversicherung und ein Telekommunikationsunternehmen es gegenüber Kunden ablehnten, fällige Zahlungen im Wege der Lastschrift von einem Konto im europäischen Ausland einzuziehen. Im Fall der Krankenversicherung lag der Wettbewerbszentrale ein konkretes Schreiben vor, wonach es die Versicherung ablehnte, die Versicherungsbeiträge des Versicherungsnehmers von seinem Konto in Österreich abzubuchen (vgl. News vom 22.12.2016). Im Fall des Telekommunikationsanbieters verlangte dieser in den Allgemeinen Geschäftsbedingungen für die Durchführung des Lastschriftverfahrens die Angabe einer "gültigen deutschen Bankverbindung".