- Anzeigen -
Besuchen Sie auch unser Zeitschriftenportfolio im Bereich Governance, Risk, Compliance & Interne Revision

Praxisgruppe "Regulation and Investigations"


Für global tätige Unternehmen zählen regulatorische Auflagen und Fragestellungen zu den größten Herausforderungen ihrer Geschäftstätigkeit
Neue Praxis berät Unternehmen weltweit im Zuge regulatorischer Fragestellungen

(24.02.14) - Norton Rose Fulbright geht mit ihrer neuen globalen Praxisgruppe "Regulation and Investigations" (R&I-Praxis) an den Start. Die Praxis unterstützt Unternehmen weltweit im Zuge der vielfältigen Herausforderungen, denen sie anhand von verstärkten regulatorischen Anforderungen begegnen. In einer aktuellen Umfrage des juristischen Meinungsforschungsinstituts Acritas bestätigen global tätige Unternehmen, dass regulatorische Auflagen und Fragestellungen zu den größten Herausforderungen ihrer Geschäftstätigkeit zählen.

Dr. Michael Malterer, Corporate-Partner und Experte im Bereich Anti-Korruption und Compliance bei Norton Rose Fulbright erklärte: "Heutzutage sehen sich insbesondere international tätige Großkonzerne und Großbanken mit immer komplexer werdenden gesetzlichen Rahmenbedingungen sowie zivil-, straf- und aufsichtsrechtlichen Risiken konfrontiert. Auch für deutsche Unternehmen ist dies ein immer drängenderes Thema, das sie im Blickfeld behalten müssen. Wir haben die globale Praxisgruppe Regulation and Investigations mit dem Ziel ins Leben gerufen, unsere Mandanten effektiv dabei unterstützen, sich auf globaler Ebene und im Rahmen ihrer grenzüberschreitenden Geschäftstätigkeit in einem sich stets ändernden Umfeld behördlicher und staatlicher Auflagen zurechtzufinden."

Der R&I-Praxis von Norton Rose Fulbright gehören über 600 Anwälte weltweit an. Geleitet wird die Praxisgruppe von den Londoner Partnern Martin Coleman und Lista Cannon. Sie verbindet und umspannt verschiedene Bereiche und Teams auf der ganzen Welt: das Kartell- und Wettbewerbsrecht (globale Leitung: Martin Coleman), die Finanzdienstleistungsaufsicht (globale Leitung: Jonathan Herbst), interne Untersuchungen einschließlich Anti-Korruption sowie den Umgang mit Handelssanktionen im internationalen Geschäftsverkehr (globale Leitung: Lista Cannon) sowie das Steuerrecht (globale Leitung: Andrius Kontrimas).

Mit dem Start der R&I-Praxis verknüpft Norton Rose Fulbright verschiedene Initiativen im laufenden Jahr: Veranstaltungen in den Finanzzentren in Europa, Afrika, Asien, Australien, Kanada, dem Nahen Osten und den USA, darunter Seminare mit wichtigen Entscheidungsträgern, Briefings und Besprechungen mit Mandanten sowie interne Schulungen zum Erfahrungs- und Wissensaustausch. Hochqualifizierte Anwälte werden Unternehmen weltweit dabei beraten, regulatorische Risiken zu identifizieren und sachgerecht zu kontrollieren. Es gilt, entsprechenden behördlichen Vollstreckungsmaßnahmen und daraus resultierenden finanziellen Schäden oder Reputationsverlusten durch eine rechtskonforme Gestaltung des Unternehmens vorzubeugen.

Martin Coleman, Global Co-Head der R&I-Praxis, sagte: "Die Finanzkrise hat überall auf der Welt zu einer fundamentalen Neuordnung des Verhältnisses zwischen Staat und Unternehmen geführt. Auf der einen Seite wurden durch die Krise in einem bis dahin nie gesehenen Ausmaß staatliche Interventionen legitimiert. Auf der anderen Seite bedingte der finanzielle Druck die verstärkte Zusammenarbeit zwischen öffentlicher und privater Hand, insbesondere in den Bereichen Infrastruktur und öffentliche Dienstleistungen. Wir stellen fest, dass Staaten zunehmend intensiv das Wirtschaftsgeschehen verfolgen, und dass das Risiko staatlicher und behördlicher Eingriffe erheblich angestiegen ist. Daher ist es für Unternehmen entscheidend, regulatorische Anforderungen strukturiert zu prüfen und wohlüberlegt Handel, Produktion und geschäftliche Abläufe zu gestalten."

Lista Cannon, Global Co-Head der R&I-Praxis, merkte an: "Global tätige Unternehmen müssen sich darüber bewusst sein, dass regulatorische Auflagen meist grenzüberschreitende Gültigkeit haben und dass internationale Aufsichtsbehörden zunehmend vernetzt agieren. Untersuchungen in einer Jurisdiktion ziehen daher häufig Konsequenzen in weiteren Ländern nach sich. Gerade der Einfluss der US-amerikanischen Aufsichtsbehörden spielt dabei eine große Rolle. Für viele Unternehmen sind die folgenden Szenarien Grund zur Besorgnis, selbst wenn das Zentrum von Ermittlungen nicht in den USA liegt: potentielle aufsichtsbehördliche Verfahren und Strafverfahren in den USA, verbunden mit dem Risiko für leitende Führungskräfte, außer Landes verweisen zu werden. Besorgniserregend ist für Unternehmen auch das dazugehörige Risiko einer Sammelklage. Dazu kommt, dass in aufstrebenden Ländern wie China neue aufsichtsrechtliche Rahmenbedingungen geschaffen und immer härter durchgesetzt werden. Dies führt zu signifikanten regionalen Herausforderungen für global tätige Unternehmen."

Zur zitierten "Sharplegal"-Umfrage von Acritas: Die Umfrage beinhaltet Daten aus 1337 Interviews mit General Counsels oder Vertretern entsprechender Positionen in Unternehmen mit einem Umsatz von über 1 Mrd. US-Dollar in Europa, Afrika, dem Nahen Osten, den USA, Kanada, Lateinamerika und der Asien-Pazifik-Region. Die Daten wurden zwischen Januar und November 2013 erhoben. Die Ergebnisse von Acritas bestätigen die Daten, die Norton Rose Fulbright über mehrere Jahre im Rahmen der von der Kanzlei jährlich durchgeführten "Litigation Trends Survey" erhoben hat. Diese zeigen, dass Unternehmen seit 2008 Jahr für Jahr verstärkt externe Beratung zur Unterstützung bei behördlichen Ermittlungen heranziehen und dass sie anhaltend mit dem Risiko (streitiger) regulatorischer Auseinandersetzungen konfrontiert sind.
(Norton Rose Fulbright: ra)

Norton Rose Fulbright: Kontakt und Steckbrief

Der Informationsanbieter hat seinen Kontakt leider noch nicht freigeschaltet.

- Anzeigen -




Kostenloser Compliance-Newsletter
Ihr Compliance-Magazin.de-Newsletter hier >>>>>>


Meldungen: Markt / Unternehmen

  • Mahn- und Inkassoverfahren fair und transparent

    Zum 1. Oktober trat der Code of Conduct für faires und verbraucherfreundliches Inkasso in Kraft. Auf diesen Verhaltenskodex haben sich die Inkassounternehmen des Branchenverbands BDIU einstimmig verständigt. Wer fällige Rechnungen trotz erhaltener Mahnungen nicht bezahlt, muss damit rechnen, Post von einem Inkassodienstleister zu erhalten. "Viele Verbraucherinnen und Verbraucher haben vor dieser Situation Respekt", sagt Brigitte Zypries, Ombudsfrau der Inkassowirtschaft, "mitunter auch, weil es ihnen zum ersten Mal passiert, dass sie das Mahnschreiben eines Inkassounternehmens erhalten und sich unsicher sind, wie sie damit umgehen sollten." Für alle Verbraucherinnen und Verbraucher sei es wichtig zu wissen, dass Mahn- und Inkassoverfahren fair und transparent durchgeführt werden und dass die Rechtsdienstleister die Rechte der säumigen Zahler achten. Das gewährleistet der Code of Conduct, den die Mitgliedsunternehmen des BDIU ab dem 1. Oktober 2021 nachprüfbar einhalten müssen. Die Selbstverpflichtung zu einem fairen und verantwortungsvollen Inkasso ist von allen Menschen, die Kontakt mit einem BDIU-Inkassounternehmen haben, in der Praxis einforderbar.

  • Nach jahrelangen Rechtsstreitigkeiten

    Die Antikorruptionsorganisation Transparency Deutschland hat das Bundesverkehrsministerium (BMVI) im Jahr 2018 aufgefordert, gemäß Informationsfreiheitsgesetz (IFG) und Umweltinformationsgesetz (UIG) Auskünfte zur Aufklärung des Dieselskandals zu erhalten. Statt, wie gesetzlich vorgesehen, innerhalb von einem Monat Auskunft zu erteilen, beauftragte Bundesminister Andreas Scheuer (CSU) die bekannt teure Anwalts- und Beratungsfirma KPMG damit, die berechtigten Auskunftsansprüche zu torpedieren. Nach jahrelangen Rechtsstreitigkeiten erhielt Transparency Deutschland im Februar 2021 4.228 größtenteils geschwärzte Seiten. Obwohl ein weiteres gerichtliches Vorgehen mit Blick auf die Schwärzungen inhaltlich angebracht erschiene, bricht Transparency Deutschland das Verfahren an dieser Stelle ab. Denn in absehbarer Zeit ist kein brauchbares Ergebnis zu erwarten und der dauernde Aufwand durch die von Transparency beauftragte Anwaltskanzlei Partsch und Partner kann nicht länger mit einer "pro bono"-Gebühr erledigt werden. Mit der Klagerücknahme kommt die Organisation außerdem ihrer Verantwortung für das Gemeinwohl nach, da sich die Kosten für die Steuerzahlenden durch die Mandatsübertragung auf KPMG bereits auf mindestens 300.000 Euro summieren.

  • Der erste Schritt ist immer die Echtheitsprüfung

    Über solche Post freut sich niemand: Falsche Inkasso-Schreiben, auf denen Geld für Dinge verlangt wird, die man nie bestellt hat. Was tun, wenn so etwas im Briefkasten landet? Wie unterscheidet man eine Fälschung von einem echten Mahnschreiben, auf das man unbedingt reagieren muss? Und was dürfen echte Inkassodienstleister eigentlich? Um Ratsuchenden zu helfen, hat der Bundesverband Deutscher Inkasso-Unternehmen e.V. (BDIU) jetzt seine Website erweitert. Ein neues Verbraucherportal auf inkasso.de hilft, erhaltene Inkasso-Schreiben qualifiziert zu beurteilen."Der erste Schritt ist immer die Echtheitsprüfung", erläutert BDIU-Sprecher Marco Weber. "Immer wieder versenden Kriminelle fingierte Schreiben." Unter "Mahnung checken" zeigt der Inkassoverband, wie echte Inkassoschreiben zu erkennen und Fälschungen zu entlarven sind. Ein tagesaktueller Störungsmelder warnt vor bekannten Betrugsmaschen. Wer trotz der Tipps Zweifel hat, kann sich an das Team der BDIU-Beschwerdestelle um Ombudsfrau Brigitte Zypries wenden. Deren Arbeit wird durch die ehemalige Bundeswirtschafts- und Justizministerin beaufsichtigt. Bei komplexen Beschwerden und Sachverhalten vermittelt die Ombudsfrau selbst.

  • Einhaltung gesetzlicher Transparenzvorschriften

    Die Wettbewerbszentrale hat Beschwerden zur Werbung mehrerer Unternehmen - darunter auch namhafte Markenhersteller - mit der Aussage "klimaneutral" erhalten. In den Werbemaßnahmen wurde das Attribut "klimaneutral" entweder auf das eigene Unternehmen, auf eigene Produkte oder gar auf einen einzelnen Aspekt (z.B. "100 % klimaneutrale Produktion") bezogen. In bislang zwölf Fällen hat die Wettbewerbszentrale die Werbeaussagen als irreführend abgemahnt und die Einhaltung gesetzlicher Transparenzvorschriften verlangt. Sechs Unternehmen haben sich verpflichtet, die monierten Werbeaussagen nicht zu wiederholen. In vier Fällen hat die Wettbewerbszentrale Unterlassungsklage eingereicht: zu den Aussagen "Erster klimaneutraler Lebensmitteleinzelhändler" und "wir handeln klimaneutral", zu Plastik-Müllbeuteln, die selbst als "klimaneutral" beworben werden, zu "klimaneutralem Premium-Heizöl" und zu der Aussage "klimaneutrales Produkt". Andere Verfahren laufen noch.

  • Compliance- und Whistleblowing-Systeme

    Business Keeper, Unternehmen für Compliance-Software und elektronische Whistleblowing-Systeme, verbucht sowohl im Geschäftsjahr 2020 als auch im ersten Quartal dieses Jahres Rekordumsätze. Trotz des vorerst gescheiterten Gesetzentwurfs zum Whistleblower-Schutz in Deutschland antizipiert das Unternehmen auch für die kommenden Monate steigenden Kundenzuwachs und schafft neue Arbeitsplätze an den Standorten in Berlin, Paris und Madrid. Anlässlich der EU-Whistleblowing-Richtlinie, die bis Ende 2021 in nationales Recht überführt werden muss, und pünktlich zum 20. Firmenjubiläum schreibt Business Keeper Unternehmens-Rekorde. Sowohl im zurückliegenden Jahr 2020 als auch Q1 2021 verbuchte Business Keeper die jeweils höchsten Umsätze mit Neukunden der Firmengeschichte - dies ist ein Indikator für die zunehmende Sensibilisierung deutscher und internationaler Firmen für die Relevanz ethischer Unternehmensführung.