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Kompetenz in Compliance-Fragen


Im Rahmen des Zertifikatskurses "Compliance Officer (Univ.) war das Zentrum für Weiterbildung und Wissenstransfer (ZWW) der Universität Augsburg zu Besuch beim Product Compliance Center (PCC) am Augsburger Standort von Fujitsu
Die beiden Institutionen planen, mit einem gemeinsamen Weiterbildungsangebot zu Compliance- und Produkt-Compliance-Fragen an die Veranstaltung anzuknüpfen - Das geplante Angebot wird sich u. a. an Ingenieure, Konstrukteure und Entwickler wenden

(20.06.14) - Am 9. Mai war das Zentrum für Weiterbildung und Wissenstransfer (ZWW) an der Universität Augsburg zu Gast beim Product Compliance Center (PCC) von Fujitsu in Augsburg. Der Besuch erfolgte im Rahmen des Zertifikatskurses "Compliance Officer (Univ.)". Begrüßt wurden die angehenden Compliance Officer von Raimund Landsbeck, dem Leiter des PCC. Bei der anschließenden Werksführung konnten die Teilnehmer einen der modernsten Produktionsstandorte für Computer und Speichersysteme weltweit kennenlernen. Das PCC ist für Tests, Zertifizierung und alle anderen Fragen der Produkt-Compliance im Fujitsu-Werk Augsburg zuständig. ZWW und PCC planen, mit einem gemeinsamen Weiterbildungsangebot an die Veranstaltung anzuknüpfen.

Unternehmen benötigen eine starke und effiziente Compliance-Organisation, um angesichts einer zunehmenden Dichte an Normen und regulativen Vorschriften das Risiko von Gesetzesverstößen und Produkthaftungsfällen zu minimieren. Der Kurs "Compliance Officer (Univ.)" des ZWW ist der erste universitäre Zertifikatskurs in Deutschland, der Fach- und Führungskräfte gezielt auf die komplexen Aufgaben des Compliance Officer vorbereitet. Berücksichtigt werden juristische, betriebswirtschaftliche, ethische und Führungsaspekte. Der Praxisbezug ist unter anderem durch die Company Campus Days gewährleistet, bei denen die Teilnehmer Einblick in renommierte Unternehmen erhalten.

Das PCC von Fujitsu bietet intern sowie für externe Kunden Unterstützung in allen Fragen rund um produktbezogene Marktzugangsvoraussetzungen und Produkthaftungsfragen weltweit. Die Dienstleistungen umfassen das gesamte Spektrum von der entwicklungsbegleitenden Beratung über Produkttests bis zur professionellen Zulassungsabwicklung. Unter dem Label "Compliance Talks" bietet das PCC eine entsprechende Fachforenreihe für Mitarbeiter aus der Elektronik- und IT-Branche an.

Dr. Walburga Schettgen-Sarcher, Bereichsleiterin Corporate Finance und Rating am Zentrum für Weiterbildung und Wissenstransfer der Universität Augsburg, sagte: "Compliance ist keine rein juristische oder administrative Angelegenheit, sondern auch ein ganz konkretes Produktthema. Kooperationen wie mit dem Product Compliance Center von Fujitsu sind eine hervorragende Möglichkeit, um hier eine Brücke zwischen universitärer Weiterbildung und Unternehmenspraxis zu schlagen. Der Company Campus Day bei Fujitsu war ein gelungener Auftakt für eine weitere Zusammenarbeit unserer Einrichtungen." (Universität Augsburg: ra)

Universität Augsburg: Kontakt und Steckbrief

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Meldungen: Markt / Unternehmen

  • EU Cybersecurity Act in Kraft

    Mit dem Cybersecurity Act tritt ein EU-weites Regelwerk für Zertifizierungen der IT-Sicherheit in Kraft. Durch die Verordnung können Hersteller ihre IT-Produkte, Dienstleistungen und Prozesse freiwillig zertifizieren lassen, um deren IT-Sicherheit transparent zu machen. Bitkom begrüßt die neuen IT-Sicherheitsregeln, fordert aber gleichzeitig eine bessere Abstimmung mit den kommenden nationalen und europäischen Regulierungen. "Der Cybersecurity Act ist ein wichtiger Schritt hin zu mehr Sicherheit in der EU. Die Verordnung führt zum einen zu mehr Klarheit für Verbraucher und schafft zum anderen mehr Einheitlichkeit für europaweit tätige Unternehmen", sagt Bitkom-Hauptgeschäftsführer Dr. Bernhard Rohleder. Nach Vorgabe des Cybersecurity Act können Unternehmen das jeweils zu gewährleistende Sicherheitsniveau ihrer Produkte in den Vertrauenswürdigkeitsstufen "niedrig" "mittel" oder "hoch" zertifizieren lassen. Hersteller sollen dann über eine Art Beipackzettel Auskunft über die gewährleistete IT-Sicherheit geben.

  • Urheber müssen angemessen kompensiert werden

    Der Digitalverband Bitkom hat sich mit den Verwertungsgesellschaften auf die Höhe der urheberrechtlichen Abgaben für USB-Sticks und Speicherkarten geeinigt. Hersteller und Importeure zahlen für diese Produkte ab dem Jahr 2020 einen Betrag von 0,30 Euro. Für den Zeitraum davor beträgt der Abgabensatz für USB-Sticks und Speicherkarten mit einer Speicherkapazität bis einschließlich 8 GB nur 0,14 Euro. Bitkom-Mitglieder, die dem Gesamtvertrag bis Ende Juli 2019 beitreten, zahlen rückwirkend ab dem 1.7.2012 reduzierte Sätze. "Der jetzt beschlossene Gesamtvertrag ist ein gutes Ergebnis für alle Seiten. Die Unternehmen haben endlich Planungssicherheit", sagt Bitkom-Hauptgeschäftsführer Dr. Bernhard Rohleder. "Nicht zuletzt profitieren die Verbraucher durch niedrigere Preise." Ursprünglich hatten die Verwertungsgesellschaften eine Abgabe von bis zu 1,95 Euro je Speicherkarte und 1,56 Euro je USB-Stick gefordert.

  • Falsche und unnötige Einwilligungserklärungen

    Der Berufsverband der Datenschutzbeauftragten Deutschlands (BvD) e.V. warnt vor mehr Bürokratie für kleine und mittelständische Unternehmen, sollte die bisherige Grenze zur Benennung eines Datenschutzbeauftragten aufgeweicht werden. Die Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO), das Bundesdatenschutzgesetz (BDSG) und andere Bestimmungen seien weiterhin vollumfänglich zu erfüllen, auch ohne Datenschutzbeauftragten, sagte BvD-Vorstandsvorsitzender Thomas Spaeing am 2. Juni in Berlin. Bei einer Lockerung der Benennungspflicht würden bei kleinen und mittelständischen Betrieben die Fachleute entfernt, die helfen, das Recht risikobasiert und angemessen umzusetzen. Ohne Datenschutzbeauftragte seien falsche und unnötige Einwilligungserklärungen, unsinnige Unterschriften zu allen möglichen Zwecken, untaugliche Verträge und überbordende Dokumentationen zu erwarten. "All das gab es seit dem Start der DSGVO am 25. Mai 2018 schon zuhauf", sagte Spaeing. Der vermeintliche Bürokratieabbau führe in Wahrheit zu einem schlechteren Datenschutz und mehr Bürokratie für Mitarbeiter, Geschäftspartner und Verbraucher.

  • Fachwissen für DSGVO-Umsetzung nötig

    Der Berufsverband der Datenschutzbeauftragten in Deutschland (BvD) e.V. ist Initiator eines europäischen Dachverbands der Datenschutzbeauftragten, der sich am 7. Juni 2019 in Berlin gegründet hat. Gründungsmitglieder der European Federation of Data Protection Officers (EFDPO) sind neben dem BvD nationale Verbände für Datenschutzbeauftragte aus Österreich, Frankreich, Portugal, Tschechien, der Slowakei, Griechenland und Liechtenstein. Hauptziel der Gründung ist es, die Datenschutzbeauftragten der EU-Mitgliedsstaaten miteinander zu vernetzen, gemeinsame Standards zu entwickeln und die Interessen der in Brüssel zu vertreten. Dabei soll Datenschutz als Wettbewerbs- und Standortvorteil für Europa gestärkt werden. Arbeitssitz des neuen Verbandes ist Brüssel.

  • Geplante Änderungen aus dem HGB nicht ableitbar

    Die Deutsche Kreditwirtschaft (DK) übt in einer aktuellen Stellungnahme deutliche Kritik an dem im Dezember 2018 vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) veröffentlichten Entwurf zur Ermittlung von Pauschalwertberichtigungen im HGB ("IDW ERS BFA 7"). Pauschalwertberichtigungen sind von Kreditinstituten zu bilden, um das latente Kreditrisiko von Forderungen abzudecken. Im Kern verlangt das IDW nun, dass zukünftig die Berücksichtigung der noch nicht konkreten Kreditausfälle im HGB auf Basis von erwarteten Verlusten über die gesamte Kreditlaufzeit erfolgen soll. Die deutschen Banken und Sparkassen kritisieren, dass die geplante Methodik aus den handelsrechtlichen Vorschriften nicht ableitbar sei. Insbesondere vor dem Hintergrund, dass sich die gesetzlichen Grundlagen des HGB nicht geändert haben. "Das IDW tritt de facto als Regelsetzer auf, ohne jedoch ein entsprechendes Mandat hierfür zu haben", sagte Christian Ossig, Hauptgeschäftsführer des Bankenverbandes, der als diesjähriger Federführer für die DK spricht.